Wettbewerb Bürgerhaus und Feuerwehr Wehrheim
| Projektdaten |
| Standort Am Bürgerhaus, Wehrheim |
| Auslober Gemeinde Wehrheim |
| Wettbewerb hochbaulich-freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb im Rahmen eines VgV-Verfahrens |
| Zeitraum der Bearbeitung Februar – Mai 2026 |
| BGF (R+S) 7.100 m² |
| Wettbewerbsteam Fabian P. Dahinten, Alexander Heinigk, Katharina Körber, Christiane Treiber, Christian Menzel-Hoffmann, Anne Wirth, Martynas Degutis, Lizaveta Varatyntsava, Xian Zhu, Alexander Henze, Mara Gombert |
| Planungspartner mahl·gebhard·konzepte, Landschaftsarchitekten |
Die Gemeinde Wehrheim lobte einen hochbaulich-freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb für den gemeinsamen Neubau von Feuerwehr und Bürgerhaus aus. Ziel ist es, die beiden bisher getrennten Funktionen in einem modernen, synergetischen Komplex zusammenzuführen und die Außenanlagen sowie den Festplatz neu zu gestalten.

Unser Entwurf entwickelt für Wehrheim eine neue kulturelle Mitte als gefassten öffentlichen Hofraum, in dem Bürgerhaus, Feuerwehr und Freiraum zu einem klar lesbaren städtebaulichen Ganzen zusammengeführt werden. Das Ensemble gliedert sich in den Bürgersaal, das Haus der Jugend und das Vereinshaus und wird aus drei giebelständigen Baukörpern entwickelt, die die charakteristische Dachlandschaft und Maßstäblichkeit des historischen Ortskerns aufnehmen. Die Feuerwehr wird funktional organisiert und gewährleisten einen reibungslosen Einsatzbetrieb. Der Übungsturm bildet ein weithin sichtbares Signet innerhalb der neuen Mitte und verweist auf die Bedeutung von Feuerwehr, Ehrenamt und gesellschaftlichem Zusammenhalt innerhalb der Gemeinde.

Das Gebäudeensemble wird in Holzbauweise entwickelt und interpretiert die regionale Bautradition mit seinen ortstypischen Fachwerkhäusern in einer zeitgemäßen Architektursprache neu. Konstruktion, Materialität und architektonischer Ausdruck bilden eine zusammenhängende gestalterische und nachhaltige Einheit.


Die Tragstruktur basiert auf einem modularen System aus Holzständerwänden, Brettsperrholzdecken und Brettschichtholzträgern. Der hohe Vorfertigungsgrad dieser Module ermöglicht eine wirtschaftliche und präzise Bauweise sowie kurze Bauzeiten. Gleichzeitig schafft die Konstruktion flexible Grundrissstrukturen und langfristige Anpassungsfähigkeit.
Der Freiraumentwurf greift die umgebende Kulturlandschaft des Taunus mit Wiesen, Feldern, Streuobstwiesen und Waldflächen auf und übersetzt diese in eine eigenständige Freiraumgestaltung. Vegetative Akzente und extensive Grünflächen stärken die landschaftliche Einbindung des Quartiers. Die neue kulturelle Mitte wird bewusst autofrei organisiert. Der ruhende Verkehr wird in einem begrünten Parkdeck gebündelt, wodurch der Versiegelungsgrad des Quartiers deutlich reduziert werden kann.
